Apoplex SRA IV
Problemfeld Schlaganfall
Es kann jeden treffenGrundsätzlich kann jeder betroffen sein, es gibt jedoch Risikogruppen, wobei Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Das sind unter anderem Personen zumeist über 45 Jahre alt, deren Bluthochdruck unbehandelt ist oder die Diabetiker sind oder unter Vorhofflimmern leiden. Erschwerend kommt hinzu, wenn diese Risikogruppen sich nicht ausreichend bewegen, rauchen und übergewichtig sind; auch Leistungssportler erleiden merklich oft Schlaganfälle.
Bestehen zudem Feststoffwechselstörungen, das heißt der Gesamtcholesterinwert liegt ständig über 240 mg/dl, erhöht sich das Risikoprofil zusätzlich.
Verschiedene Arten und Auslöser
Der Hirninfarkt trägt mit 78 Prozent zur Gesamtheit aller Schlaganfall-Typen bei.
Unterschieden wird dabei zwischen so genannter Thromboembolie (Verschluss einer Arterie durch einen Blutpfropf) oder dem Verschluss einer Hirnarterie durch Gefäßverkalkung.
Auslöser von Hirninfarkten sind Gerinnsel, die der Blutstrom in die Hirngefäße transportiert hat. Die Blut- und Sauerstoffversorgung ist dann in bestimmten Regionen des Gehirns nicht mehr ausreichend. Dort entsteht eine Mangeldurchblutung, die einen Hirninfarkt auslösen kann. Bei 65 Prozent der Patienten, die einen kardiogen-embolischen Schlaganfall erlitten haben, war Vorhofflimmern der Auslöser; bei ihnen können sich Gerinnsel im linken Vorhofohr bilden.
Nur 14 Prozent der Schlaganfälle entstehen aufgrund einer Hirnblutung. Ursache ist meist hoher Blutdruck, wenn die Werte ständig über 140/90mm HG liegen.
Hier gilt: je höher die Blutdruckwerte, desto höher das Risiko.
Unter hohem Druck tritt das Blut aus den geplatzten Gefäßen, und diese Blutansammlung drückt auf die benachbarten Nervenzellen, die dann geschädigt werden können.
Lediglich acht Prozent der Schlaganfälle beruhen auf Störungen im Gerinnungssystem, Blutungen zwischen Gehirn und der weichen Hirnhaut oder Gefäßverletzungen, wenn beispielsweise ein Schleudertrauma vorliegt oder eine plötzliche heftige Kopfbewegung erfolgt.
Vorhofflimmern
Die Volkskrankheit Vorhofflimmern verursacht in Deutschland 50.000 Schlaganfälle pro Jahr und beschleunigt den Fortschritt der vaskulären Demenz, sie gilt als der größte einzelne Risikofaktor für das Erleiden eines Schlaganfalls.Das Vorhofflimmern tritt anfangs meist anfallsartig auf und ist daher nur schwer zu diagnostizieren.
Schätzungsweise über 300.000 Menschen in Deutschland haben Vorhofflimmern, ohne davon zu wissen, zumal es keine eindeutige Zuweisung von bestimmten Beschwerden gibt.
Vorhofflimmern ist dramatisch unterdiagnostiziert und gilt daher als eine große Herausforderung für die Primärprävention, zumal das Risiko für einen Schlaganfall unabhängig davon besteht, ob der Vorhof permanent oder nur ab und zu flimmert. Frühzeitige Erkennung ist daher essentiell zur Verhinderung von Schlaganfällen und vaskulärer Demenz durch rechtzeitige Hemmung der Blutgerinnung. Andere Herzrhythmusstörungen bedürfen ebenfalls der ärztlichen Kontrolle. Sie können harmlos sein, aber auch auf ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod hindeuten.
Modernste mathematische Analyseverfahren machen Zusammen- hänge im EKG sichtbar, die mit dem Auge nicht zu erfassen sind. Eine intelligente Kombination mehrerer solcher Verfahren hat apoplex medical technologies zum SRA-Screening-Verfahren entwickelt. Eine deutliche Erhöhung der Sensitivität zur Identifizierung von Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern kann damit erreicht werden, da SRA keine Flimmerereignisse während der EKG-Aufnahme benötigt.
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